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ſeyn. Die dunklen Kaͤmmerchen gehoͤrten fuͤr die Prieſter, die hier ihr Obſt und ihren Reis verzehrten, damit ja keine Muͤcke unter ſelbe kaͤme.
Schiras, eine der vornehmſten Staͤdte Perſiens, liegt unter dem 780 15, der Laͤnge, und dem 290 36“ der Breite auf einer Ebene, die ſich von Nord gegen Suͤd vier Meilen, und von Weſt gegen Oſft gegen fuͤnf Meilen ausdehnt, von da aber von einem duͤrren kahlen Gebirge umringt iſt. Die Stadt iſt nicht ſchoͤn, und jetzt zum Theil verfallen, beſonders die Mauern, welche wie die Haͤuſer von Erde erbaut ſind. Nur einige ſchoͤne Gebaͤude hat Schiras, unter welchen einige Tempel, das Collegium des Iman Couli Kan und etliche Thore gehoͤren. Die Umgegend von Schiras iſt ſehr fruchtbar, vorzuͤglich an Wein, welcher der beſte im Orient iſt. Es hat mehrere Glas⸗ und Roſen⸗Waſſer⸗Fabriken; auch treibt es ſtarken Handel mit Obſt, als: Gurken, Citronen„Birnen, Aepfeln, Pflaumen, Kirſchen u. a., welche hier in Eſſig eingemacht und nach Indien, Sinnatra und Batavien verſendet werden. In Schiras leben gegen 500 Juden⸗Familien, welche von dem Stamme Levi zu ſeyn vorgeben, hier iſt auch der von den Perſern hochgeprieſene Dichter Sadi be⸗ graben. Dieſe Stadt iſt vorzuͤglich merkwuͤrdig durch ihre Umgebung. In derſelben finden ſich ſehr viele Gaͤrten,


