Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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in welchen in Becken weit hergeleitetes Quellwaſſer aufgefangen wird. Nordweſtlich von der Stadt, bei dem Ausgange derſelben, iſt ein Gang, der an den Gar⸗ ten Bag⸗Cha(königlichen Garten) ſtoͤßt. Das Sei⸗ tengemaͤuer dieſes großen Ganges, in dem ſich in ge⸗ wiſſen abgemeſſenen weiten Entfernungen 3 geſetzte Steine, Mils genannt, befinden, iſt verfallen. Eine Meile ſuͤdlich von der Stadt iſt ein von dem großen Berge geſonderter Huͤgel, auf welchem noch 3 uͤbrig gebliebene Thore eines Goͤtzentempels ſtehen.(Die Ruinen von Perſepolis.) Sie waren 4 Thore, eines davon aber, das ſuͤdliche iſt eingefallen. Die Thore beſtehen aus 3 Steinen, von denen die beiden aufrechtſtehenden mit Abbildungen geziert ſind. Eine der Figuren, welche die Arme ausbreiten, hat in der einen Hand ein Gefaͤß, in dem eine Flamme auf⸗ lodert, in der andern ein Tuch. Die andere hat in der einen Hand einen Beutel, in der andern, etwas einer Kugel aͤhnliches. Die Figuren ſind in Lebens⸗ groͤße gearbeitet. Nicht weit von hier, etwa 1⁄½ Meile entfernt, findet man am Fuße eines Berges in dem Winkel deſſelben 4 rieſengroße Figuren in einen Felſen gehauen. Die zur Linken hat einen großen Bund auf dem Kopfe, wie ſolchen der Großvezier und die Baſcha zu tragen pflegen, wenn ſie in den Divan gehen. Vom Bunde bis zur Mitte der Stirne reicht eine Binde aus Haaren geflochten, deren Ende am Halſe