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Mitternacht und bei dem Anbruche des Tages werden in jeder Stadt die Panken geſchlagen, und von andern Pfeif⸗ und Klang⸗Inſtrumenten begleitet.
Die Perſer ſpeiſen nicht vornehm, in dieſer Hin⸗ ſicht ſind ſie ſehr nuͤchtern. Sie eſſen des Tages we⸗ gen der Seltenheit und Theuerung des Holzes nur einmal Gekochtes, naͤmlich am Abende. Mittag ge⸗ nießen ſie Kaͤſe, Brod und Obſt. Wenn ſie Gaſtmale geben, ſo kommen die Gaͤſte ſchon fruͤh, wo man ſich dann die Zeit bis zum Male, alſo bis zum Abende, mit Erzaͤhlen und Tabakrauchen vertreibt. Waͤhrend deſſen wird auch Obſt, Konfekt, Kaffee n. dgl. herum⸗ gegeben. Ihre gewoͤhnliche Speiſe beſteht in Rind⸗, Ziegen⸗ und Lammfleiſch, Waizenbrod, Reis u. a. Sie haben weder Meſſer noch Gabeln, ſondern ergrei⸗ fen alles mit der Hand. Fluͤſſige Speiſen eſſen ſte mit hoͤlzernen Loͤffeln. Tabak rauchen auch die Frauen. Eine Lieblingsſpeiſe von ihnen iſt der Opium. Ihre Getraͤnke ſind Wein, Hokemar, welcher aus Opium bereitet wird, und Bengue, ein widerwaͤrtiger bitte⸗ rer Trank, der aus Hanfblaͤttern und andern Kraͤutern gekocht iſt.
Unter ihnen iſt Gewohnheit, daß ſie ſchon mit 9 oder 10 Jahren ihre Kinder verheirathen, die Armenier ſogar mit s oder 6 Jahren. Vermoͤge des mohame⸗ taniſchen Glaubens duͤrfen ſie nicht mehr als vier ehe⸗ liche Weiber, Nekha, haben, uneheliche aber, Amoutha, ſo viele ſie wollen. Auch iſt ihnen er⸗


