Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſie ihre Suͤnden beichten. Dieſe legen ihnen dann Allmoſen und andere gute Werke zur Buße auf, nach

welcher ſie ihnen die Vergebung ihrer Suͤnden er⸗

theilen. Die Todten verbrennen ſie nicht, noch be⸗

graben ſie dieſelben. Sie haben außer der Stadt einen

beſondern Platz, in welchem viele 7 8 Schuhe hohe

Pfeiler aufgerichtet ſind; an dieſe haͤngen ſie dieſelben

mit ihrem Antlitze gegen Aufgang gekehrt. Sie blei⸗

ben dabei von Ferne ſtehen, beten und warten, bis

Raben, welche in der Gegend in großer Menge ſich

aufhalten, uͤber den Leichnam herfallen. Hackt einer

der Raben das rechte Auge des Verſtorbenen an, ſo halten ſie dieſes fuͤr ein gutes Zeichen, und ſolche

Perſon fuͤr gluͤcklich. Um ihre Freude daruͤber zu

bezeugen, geben ſie viel Almoſen, und an jenem Orte

ein großes Mahl. Wenn ein Rabe das linke Auge

anhackt, ſo halten ſie ſolches fuͤr ein ungluͤckliches

Zeichen, ſind daruͤber betruͤbt, und begeben ſich in der

Stille nach Hauſe.

Die Gauern heißen auch Feuer⸗Anbeter, aber mit Unrecht. Wie ſie ſelbſt geſtehen, ſo verehren ſie nur den einzigen Schoͤpfer Himmels und der Erde. Was das Feuer belanget, welches ſie aufbewahren, ſo ge⸗ ſchieht ſolches nur, wie ſchon erwaͤhnt, zur Erinnerung an das Wunder, das ſich mit ihrem Propheten zutrug. Ich bat, da ich mich zu Kerman aufhielt, mehremal, mir das Feuer zu zeigen, konnte aber dieſe Gunſt nie

erhalten. Als Urſache, dieſe Bitte verweigern zu