Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

216

Rettungsmittel nicht verſtand, den Geiſt aufgab. Ihm folgte in der Regierung Cha⸗Glochtes. Auch er verfolgte bei dem Beginne ſeiner Regierung das Kind, welches von Tag zu Tag an Alter und Tugend zunahm, und ließ es in ein Gefaͤngniß werfen. Zur Strafe fielen von dem Leibpferde deſſelben, auf welchem rei⸗ tend er des Sieges gewiß war, die 4 Beine. Dieſes Ungluͤck nahm jedoch der Koͤnig zu Gemuͤthe, er be⸗ freite das Kind aus dem Kerker, und bat es, ihm ſei⸗ nen Unglauben zu perzeihen, und bei Gott zu bitten, daß das Pferd die Beine wieder erhielte. Der Pro⸗ phet that ſolches, wand ſich viermal im Gebete zu Gott, und ward erhoͤrt, denn auf ein jedesmaliges Bitten ſoll das Pferd wieder ein Bein bekommen haben. Auf dieſes neue Wunder bekehrte ſich der Koͤ⸗ nig nun vollends; aber um ſich ſeiner himmliſchen Sendung zu vergewiſſern, machte er demſelben den Vorſchlag, er und ſein Volk wollten ihn fuͤr einen Gott halten, und ſeiner Lehre Gehoͤr geben, wenn er ſich in ein mit geſchmolzenem Silber gefuͤlltes Becken ſetzen, und daraus eben ſo geſund und unverletzt, wie er hineingeſtiegen, herauskommen wuͤre. Der Prophet nahm dieſen Vorſchlag an, ſtieg in das Bad, nach⸗ dem es, wie der Koͤnig befohlen hatte, zugerichtet war, und kam, ohne daß ihm das Geringſte verletzt wurde, wieder aus demſelben heraus. Auf dieſes war der Koͤnig und ſein Volk ſeiner goͤttlichen Sendung gewiß, beteten ihn an, und gaben ihm den Namen