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dem Kinde werden wuͤrde, zu erfahren. Da ihm dieſe nichts Gutes weiſſagten, ſo befahl er das Kind vor ihn zu bringen, und wollte es durch eigene Hand mit dem Degen erſtechen, was er aber nicht vermocht ha⸗ ben ſoll. Denn in dem Augenblicke, da er ſolches zu vollbringen verſuchte, ſoll ſein Arm verdorret ſeyn⸗ Der König, erzaͤhlen ſie, ſey durch dieſe Strafe nicht weiſe, ſondern vielmehr zornig geworden. Im Zorne befahl er ein Feuer anzuzuͤnden, das Kind hineinzu⸗ werfen und es zu verbrennen. Man vollzog den koͤnig⸗ lichen Befehl, aber umſonſt; denn das Feuer, ſtatt das Kind zu verbrennen, verwandelte ſich durch die goͤttliche Allmacht in ein Roſenbett, worauf es ſehr ſanft ruhte. Viele der Anweſenden ſollen bei dem Anblicke dieſes Wunders dem jungen Propheten ihr Herz zugekehrt und deswegen von dieſem Feuer ge⸗ nommen haben, was bis zur Stunde zum Andenken an dieſes Wunder, die Verehrer des Propheten unter ſich aufbewahren. Der Koͤnig wurde auch hierdurch nicht belehret und ſann auf andere neue Plagen fuͤr das Kind, verſuchte ſie auch, jedoch fruchtlos. Wegen ſeines und des Volkes Unglaubens ſchickte nun Gott eine Menge boͤsartiger Fliegen. Ein jeder, der von ihnen geſtochen wurde, ſtarb, wenn er ſich nicht ſo⸗ gleich vor dem Kinde niederwarf, und demſelben die Fuͤße kuͤßte. Auch dieſes Uebel beugte des Koͤnigs Halsſtarrigkeit nicht; da kam ihm eine ſolche Fliege in das Ohr, von welcher er, weil er ſich zu obigem


