Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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Blut des geſchlachteten Viehes auf ſelbe abfließen laſſen. Weſſen Vermoͤgen es immer zulaͤßt, der geht bei Regenzeit, wo die Straßen ſo kothig ſind, nicht zu Fuß, ſondern reitet und laͤßt ſich dabei von 2 Cha⸗ ters(Schnelllaͤufern) begleiten, welche vor ihm Platz zu machen haben. Dieſe Chaters bilden eine Innung in Iſpahau, und werden zum Schnelllaufen eigens abgerichtet. Im ſechsten und ſiebenten Jahre gewoͤhnt man ſie eine Meile Wegs ohne Unterbrechung laufend zuruͤckzulegen, in dem folgenden Jahre 2, und in den nachkommenden immer mehr. Solche Schnelllaͤufer gehoͤren zur Dienerſchaft der Großen und des Koͤnigs, welcher aber keinen annimmt, der nicht die Meiſter⸗ ſchaft erhalten hat. Hiezu gehoͤrt, daß der Schnell⸗ laͤufer von Aufgange der Sonne bis zu ihrem Nieder⸗ gange zwoͤlfmal bis zu einem 11/½ Meile von Iſpa⸗ han entfernten Steine und wieder zuruͤcklaufe, folg⸗ lich in dieſer kurzen Zeit 38 Meilen, einen Weg, der groͤßer iſt, als von Paris nach Orleans, zuruͤck⸗ lege. Sie laufen mit bloßen Fuͤßen, haben die Schenkel mit einem beſondern Fette eingeſalbt, und ſind, außer kurzen Beinkleidern und einem Guͤrtel um die Lenden, mit nichts angethan. Die Veſte von Iſpahan iſt unbedeutend, ſie beruͤhrt gegen Mittag die Stadtmauer, iſt zweimal laͤnger als breit, und hat außer etlichen runden ſchlechten Thuͤrmen, welche wie die ganze Veſte aus Erde gebaut ſind, ſonſt keine Wehr, Iſpahan gleicht mit Ausnahme des Mey⸗