Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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lag, zur Haupt⸗ und Reſidenz⸗Stadt erhoben. Zu⸗ vor waren die Haupt⸗ und Reſidenz⸗Staͤdte Caſbin und Sultanie. Die Stadt Iſpahan, die ſich ſeit dieſer Zeit zu der Groͤße, die ſie nun hat, erwei⸗

terte, liegt auf einer großen Ebene, die ſich nach drei Seiten gegen 15— 20 Meilen weit ausdehnt. Da dieſelbe bewaͤſſert werden kann, ſo iſt ſie auch aͤußerſt fruchtbar. Der Umfang von Iſpahan, die Vorſtaͤdte mitgerechnet, iſt nicht viel kleiner, als der von Paris, aber es iſt 10 mal weniger bevoͤlkert, als dieſes. Dieß kommt daher, weil jede Familie ihr Haus, und jedes Haus ſeinen Garten hat. Aus der Ferne ſieht man von der Stadt nichts als die Thuͤrme der Moſcheen, und die Baͤume um die Haͤuſer, ſo daß Iſpahan aus der Weite mehr einem Walde, als einer Stadt gleicht. Es hat aus Erde erbaute Mauern und zehn Thore. Seine Straßen ſind enge, uneben und ſehr finſter. Oft 200 Schritte geht man am Tage auf denſelben im Finſtern, was Folge der gewoͤlbten Gaͤnge iſt, welche man von einem Hauſe zu dem andern zu bauen pflegt. Sie ſind nicht gepflaſtert, und wie die Haͤuſer, nicht regelmaͤßig angelegt. Im Sommer hat man von dem feinen Staube, von welchem die Augen ſehr verdorben werden, auf denſelben viel zu leiden; im Winter von dem Kothe, in dem man bis an die halben Schenkel waten muß. Zu jeder Jahres⸗ zeit ſind ſie aͤußerſt unreinlich, da man die todten Thiere auf dieſelben wirft, und die Schlaͤchter das

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