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mannigfaͤrbige Glaͤſer eingeſetzt werden; jene ſind von Holz aus Tchinar ſchoͤn und zierlich gefertiget. Die Perſer koͤnnten auch Fenſter von Glastafeln haben, wenn ſie nur wollten, allein ſie vermeiden ſolche ab⸗ ſichtlich, damit man durch ſie nicht ihre Weiber ſehen moͤge. In die Wohnungen der Frauen kommt Nie⸗ mand als der Mann; daher auch der Hausrath darin nur mittelmaͤßig iſt. Alles Koſtbare, was die Perſer beſitzen, ſtellen ſie in den Saͤlen auf. Die Perſer, wie alle andere orientaliſche Voͤlker, wiſſen nichts von Betten, die uͤber die Erde erhaben ſind. Wenn ſie ſchlafen gehen wollen, breiten ſie auf den mit Teppichen belegten Boden eine Matratze oder genaͤhte Decke, worein ſie ſich wickeln. Im Sommer ſchlafen ſie unter freiem Himmel.
Die Hauptſtadt des Landes, in der aber außer dem Meydan oder dem großen Marktplatze vor dem koͤniglichen Pallaſte und Zulpha nichts Merkwuͤrdi⸗ ges zu treffen iſt, heißt Iſpahan. Iſpahan, Spahan oder Sphaon, wie es die Perſer aus⸗ ſprechen, liegt unter dem 900 der Laͤnge und 450 der Breite in der Provinz Hierak, welche ein Theil des alten Perſiens war. Es beſtand uranfaͤnglich nur aus 2ꝛ an einander gelegenen Doͤrfern, deren eines Hai⸗
der, das andere Neamed Olahi hieß. Hievon haben noch die beiden Theile der Stadt ihren Namen. Cha Abas hat es erſt, nachdem er mehrere Laͤnder erobert hatte, weil es im Mittelpunkte des Koͤnigreichs


