Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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Farbe, zart und munter, und dieß bis 45 ja so Jahre ihres Alters. Die Frauen ſind ſehr arbeitſam, holen Eiſenerz aus den Bergwerken, ſchmelzen es, und ma⸗ chen daraus allerlei Hausrath, auch ſticken ſie mit Gold⸗ und Silber⸗Faden huͤbſche Sachen. Leben Ehe⸗ leute und Nachbarn im Unfrieden, und kommt dieſes zur Klage, ſo werden ſie getrennt, indem der ſchuldige Theil von beiden als Sklave an Fremde verkauft wird. Das Volk beſteht aus Adeligen und Bauern. Dieſe ſind die Sklaven der Adeligen, und treiben den Feldbau. Wein, Tabak und Caffee kennt dieſes Volk nicht. Dieſe Voͤlker haben zu Nachbarn die kleinen Ta⸗ taren oder Nogainen, ein Nomaden⸗Volk, wel⸗ ches nur vom Raub lebt. Hiebei leiſten ihnen Pferde, die ſie beſonders dazu abrichten, ganz beſondere Dienſte. Dieſe Pferde dauern 4— s Dage aus, wenn ſie nur alle 10 Stunden eine handvoll Gras und alle 24 Stun⸗ den etwas Waſſer bekommen. Zu einem Streifzuge ge⸗ brauchen ſie ein Pferd nicht vor dem 6. oder 7. Jabre, und pruͤfen ſeine Tauglichkeit zuvor noch auf folgende Weiſe. 8 oder 8 Monate zuvor belegen ſie es eine Woche durch jeden Tag mit einem Sack Sand, wel⸗ cher ſo ſchwer als ein Mann iſt; dieſen machen ſie dann die andere Woche taͤglich ſchwerer, bis er am Ende der Woche doppelt ſo ſchwer als ein Mann wird. Nach Maß der Vermehrung der Laſt des Pferdes ver⸗ mindern ſie das Futter und den Trank desſelben, ſo