40 wie man ſich ſo erſtarken koͤnne, und verſprach ihm dafuͤr alles, was in ſeiner Gewalt ſey. Die Naͤnner ſind ſo eiferſuͤchtig, daß ſie nicht einmal ihren Soͤh⸗ nen geſtatten, die Weiber zu beſuchen.
Budomel hatte abwechſelnd 200 Schwarze zu ſeiner Begleitung, und nebſt dieſen naͤherten ſich viele andere, welche ihn ſprechen wollten. Am Eingange ſeines Hauſes ſind 1 weite Hoͤfe, in deren Mitte ein Baum ſteht, unter welchem er zu ſprechen iſt. Seine Umgebung iſt nach dem Range in dieſe Hoͤfe vertheilt; die Vornehmſten ſind die naͤchſten an ſeinem Gemache; die Geringeren die entfernteſten. Nur wenige duͤrfen ſich ihm ganz naͤhern, die Chriſten und Azanaghier ausgenommen, welche freieren Zutritt und mehr Vor⸗ rechte haben, als die Schwarzen.
Budomel laͤßt ſich nur eine Stunde des Mor⸗ gens und Abends ſehen. Um dieſe Zeit erſcheint er im erſten Hofe an der Thuͤre ſeines Gemaches, wo⸗ hin nur die Vornehmſten kommen duͤrfen. Wollte ihn Jemand ſprechen, ſo mußte dieſer ſich erſt ganz bis auf die Schamfelle entkleiden, dann ſich knieen, und den Kopf bis auf die Erde vor ihm beugen, auch wenn er mit ihm verwandt war. Jeder Suplikant muß lange in dieſer bußfertigen Stellung bleiben; er bewirft ſich mit Sand, und rutſcht auf den Knien bis er ſich dem großen Manne naͤhert. In einer Entfernung von zwei Schritten traͤgt er kniend ſeine
Bitte vor, und bewirft ſeinen Kopf fortwaͤhrend mit


