Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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ſich Ea da Moſto von der großen Schwimm⸗Fertig⸗ keit der Schwarzen.

Budomel beherrſchte ein kleines Koͤnigreich; ſolche Herren haben weder Reichthuͤmer, noch Schaͤtze: denn Geld iſt unter ihnen nicht gebraͤuchlich. Man betrachtet ſie aber als Herren theils nach ihrer zahl⸗ reichen Begleitung, theils aus Ehrfurcht; ſie werden von ihren Unterthanen mehr geachtet und gefuͤrchtet, als die italiſchen Fuͤrſten. Der Platz von Budomels Sitze war weder ein Palaſt, noch ein ummauertes Haus; ſondern er hatte nur einige Ooͤrfer fuͤr ſich und ſeine Weiber nebſt deren Familie um ſich, weil ſein Wohnſitz ſehr veraͤnderlich iſt. Das Dorf, worin Cada Moſto wohnte, war eine ſolche Wohnung von 55 Huͤtten, wie ſie oben beſchrieben wurden; ſie war nahe an einem Baume, mit Gebuͤſchen und hohen Baͤumen umgeben; nur 1— 2 Oeffnungen blieben zum Eingange, und jede Wohnung hatte hinter ihr einen mit einer Hecke umſchloſſenen Hofraum.

Budomel hatte hier 9 Weiber und mehr oder weniger in andern Doͤrfern. Jedes Weib hat 6— 6 junge Maͤdchen zur Bedienung, welche in Anweſen⸗ heit des Herrn auch zu deſſen Bedienung bereit ſind, ohne daß deren Gebieterin daruͤber unzufrieden ſeyn darf. Beide Geſchlechter haͤngen ſehr an der Befrie⸗ digung des ſinnlichen Genuſſes. Da Budomel er⸗ fahren hatte, die Chriſten ſeyen noch ſtaͤrker als er, ſo erbat er ſich von Cada Moſto eine Belehrung,