37
V. Nachdem Cada Moſto den Fluß Senega uͤberſchifft hatte, ſo fuhr er laͤngs der Kuͤſte nach der Landſchaft Budomel etwa 800 Meilen weiter, und einer ganz bergloſen niedrigen Gegend voruͤber. Er bemuͤhte ſich, den Herrn Budomel wegen deſſen ge⸗ ruͤhmter Eigenſchaften kennen zu lernen; er hatte Zeuge, mauriſche gewirkte Seiden⸗Waaren und ſpa⸗ niſche Pferde am Bord. Als er ſich dem Platze naͤ⸗ herte, welcher der Platz von Budomel genannt wird, und nur eine Rhede, aber kein Hafen iſt, ſandte er ſeinen Dolmetſcher, einen Schwarzen, dem Herrn Budomel ſeine Ankunft und die Guͤter wiſſen zu laſſen, welche er am Bord hatte. Bald kam dieſer ſelbſt mit etwa 15 Pferden und 150 Fußgaͤngern an die Kuͤſte, und ließ Cada Moſto erſuchen, zu lan⸗ den. Dieſer folgte und wurde ſehr gut aufgenommen. Nach einigen Unterredungen ſendete Cada Moſto 7 geſchirrte Pferde, im Werthe von 300 Dukaten, und glaubte an deren Zahlung, welche 25 Meilen vom Ufer im Hauſe Budomels geſchehen ſollte. Dieſer erſuchte jenen um Begleitung, und einige Tage bei ihm zu verweilen, weil er die uͤbernommenen Guͤter in Sklaven bezahlen wollte. Cada Moſto war be⸗ reit, ihm zu folgen; allein ſchon vor dem Aufbru che erhielt er eine ſchoͤne zwoͤlfjaͤhrige Sklavin zur Geſell⸗ ſchafterin, welche er ſogleich an Bord bringen ließ.
Budomel ließ Cada Moſto mit Pferden und anderen Reiſe⸗Beduͤrfniſſen verſehen; 4 Meilen von


