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und erſcheinen alle 3— 4 Jahre. Kaͤmen ſie jaͤhrlich, ſo waͤre das Land gar nicht zu bewohnen.
IV. Nachdem Cada Moſto bei dem weißen Vorgebirge voruͤber war, ſetzte er ſeigen Lauf nach dem Fluſſe Senega fort, welcher die Wuͤſte und die braunen Azanaghier von den fruchtbaren Laͤn⸗ dern und den Schwarzen treunt. Dieſer Fluß war be⸗ reits 5 Jahre vor Cada Moſtos Ankunft von drei Karavellen des Prinzen Heinrich entdeckt worden. Dieſe hatten mit den Moren einen Handlungs⸗Ver⸗ trag abgeſchloſſen, nach welchem jaͤhrlich andere Schiffe mit Waaren dahin ſegelten. Der Fluß iſt an der Muͤndung vielleicht eine Meile breit, auch tief genug; er hat etwas weiter hin noch eine Einfahrt. Zwiſchen beiden liegt eine Inſel, welche wie ein Vorgebirge in das Meer ſich erſtreckt, und an⸗ jeder Muͤndung liegen Sandbaͤnke und Untiefen bis auf eine Meile vom Ufer. Deßwegen muͤſſen alle einlaufende Schiffe den Strich der Fluth beobachten. Die Ebbe und Fluth dehnt ſich alle 6 Stunden auf 10 Meilen hinein, wo⸗ durch die Portugieſen mit ihren Schiffen ſo tief in das Land eindringen konnten. Vom Cabo Blanco au, welches 380 Meilen entfernt liegt, iſt die Kuͤſte ganz ſandig bis auf 20. Meilen vom Fluße. Die Kuͤſte gehoͤrt den braunen Moren, oder Azanaghiern, und wird Anterota genannt.
Cada Moſto konnte gar nicht begreifen, einen ſo großen Unterſchied in einer ſo geriugen Entfernung


