Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Gold gepraͤgt, ſie bedienen ſich nicht einmal des ge⸗ muͤnzten Geldes, ſondern handeln durch Vertauſchung anderer Gegenſtaͤnde. Zwar bedienen ſich die Araber und Azanagghier in einigen Staͤdten kleiner weiher Muſcheln als Zahlungs⸗Mittel, und uͤberlaſſen ge⸗ woͤhnlich das Gold nach dem Mitigal⸗Gewichte, wel⸗ ches einem Dukaten am Werthe gleich kommt.

Die Einwohner dieſer Wuͤſten haben weder Reli⸗ gion, noch Oberherren; nur manchmal gewinnen die reichſten einige Herrſchaft. Die Weibsperſonen ſind von brauner Farbe, und tragen einige kattunene Klei⸗ der, ohne Hemden, welche ſie aus dem Lande der Schwarzen erhalten, einige auch Oberroͤcke. Welche des groͤßten Buſens ſich zu erfreuen hat, wird fuͤr die ſchoͤnſte gehalten; deßwegen binden ſie denſelben im 17— 48. Jahre durch einen Strick bis zur Zerquet⸗ ſchung feſt, und ziehen ihn taͤglich tiefer herab. Die Maͤnner reiten auf Pferden, doch haben ſie nicht viele, weil die Unfruchtbarkeit des Bodens ihnen kein Futter gewaͤhrt, und die zu große Hitze ſie bald zum Tode befoͤrdert. Es gibt nur wenig Waſſer; auch regnet es nur im Auguſt, September und Oktober. Manches Jaͤhr wird die Wuͤſte auch noch durch ein großes Heer von Heuſchrecken verdorben, welche die Geſtalt der großen Pferde haben, 3 Zoll lang, roth und gelb ſind, und manchmal die Sonne verdunkeln, und den Horizont auf 12— 16 Meilen bedecken. Sie freſſen alles bis auf den Grund ab, wohin ſie jmmer fallen,