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wahrzunehmen. Denn auf der Suͤdſeite des Fluſſes ſind die Einwohner außerordentlich ſchwarz, groß, ſtark und ſchoͤn geſtaltet; die Landſchaft iſt gruͤn und voll fruchtbarer Baͤume. Auf der andern Seite ſind die Leute braun, mager und klein, das Land trocken und unfruchtbar. Viele Gelehrte glaubten, der Fluß ſey ein Arm von jenem Ghion, welcher aus dem ir⸗ diſchen Paradieſe entſpringe; die Alten legten ihm den Namen Niger bei. Er durchſtroͤmt ganz Aethio⸗ pien, und theilt ſich in verſchiedene Arme, wenn er ſich weſtwaͤrts dem Ozean naͤhert. Der Nil iſt ein anderer Arm von Ghion, und ergießt ſich in Aegyp⸗ ten durch das mittellaͤndiſche Meer.
Das erſte Koͤnigreich der Schwarzen liegt am Fluſſe Senega, und deſſen Ufer⸗Bewohner werden Ialofs oder die Jalofer genannt. Das ganze Land iſt niedrig nicht nur bis an den Fluß, ſondern auch uͤber denſelben hinaus bis an das gruͤne Vorge⸗ birge, welches das hoͤchſte Land der Kuͤſte, und 400 Meilen vom weißen Vorgebirge iſt. Es graͤnzt oſtwaͤrts an die Landſchaft Sukhuſor, ſuͤdwaͤrts an das Koͤnigreich Gambra, nordwaͤrts an den Fluß gleiches Namens, und weſtwaͤrts an den Ozean. Der dem Cada Moſto bekannt gewordene Koͤnig hieß Zukholin, und hatte erſt 22 Jahre. Sein Reich war nicht erdlich, ſondern 3— 4 Reiche des Landes waͤhlten einen Koͤnig aus ihrer Mitte; er war aus einem edlen Geſchlechte und regierte ſo lange, als es


