238
nen wieder, die die Geſchichte oder Reiſebeſchreibun⸗ gen ihnen angezeigt haben. Dieſe Oerter ſind, ſeit ihrem Untergange, immer ungeheure Wuͤſten und ab⸗ ſcheuliche Einoͤden geblieben, wo die Peſt unaufhoͤr⸗ lich bruͤtet und gaͤhret, und wo toͤdtliche Duͤnſte, wie der leichte und brennende Sand, welchen der Wind vor ſich herjagt, aufſteigen.
Der Knoblauch, gebrannte Waſſer, der Wein, der Eſſig und das Raͤuchern ſind die Mittel, deſſen ſich die Griechen gegen die Peſt bedienen. Der Wein
iſt bloß durch die Tradition empfohlen.
So bald das Uebel ſeine Perioden erreicht, ſo fuͤh⸗ len diejenigen, die ſie vormals gehabt haben, einen Schmerz an den Narben der Beulen, der ſie warnet, ſich nicht der Gefahr auszuſetzen.
Die Griechen glauben, daß diejenigen, die des Sonntags geboren und getauft worden, nicht von der Peſt ergriffen werden.
Man gibt den Angeſteckten bloß Herzſtaͤrkungen und Gemuͤße, und unterſagt ihnen das Bouillon, als aͤußerſt ſchaͤdlich. Die Aerzte empfehlen das Opium, als ein Praͤſervativ, und oft als ein Heilungsmittel. Der gelehrte Tournefort ſagt, er habe ſich wider die


