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gegen zu verwahren, gebraucht; obgleich Handel und Wandel deßwegen nicht leidet, und endlich auch die wuͤ⸗ thendſte Peſt weder die gewoͤhnlichen Zuſammenkuͤnfte, noch eine Zeremonie, noch eine oͤffen liche Audienz hindert: ſo reden doch die Griechen und Tuͤrken mit nicht weniger Furcht von dieſem ſchrecklichen Uebel, als die Alten..
Die Peſt, die man am meiſten in Konſtantinopel, zu Smyrna, und in dem ganzen Morgenlande fuͤrchtet, iſt diejenige, die aus Aegypten kommt; und in Aegyp⸗ ten fuͤrchtet man die am meiſten, die aus Aethiopien kommt.
Nach einer ſo langen und ſo beſtaͤndigen Erfah⸗ rung kann man alſo das alte Vaterland der Peſt nicht verkennen. Sie kommt noch mit Erdbeben, Ueber⸗ ſchwemmungen, Hunger und Krieg. Aber alle die verderblichen Plagen, die vor ihr hergehen, werden nicht eben die Folge in bevoͤlkerten und ſorgfaͤltig ge⸗ bauten Laͤndern haben, wie die unſrigen ſind, weil man hier ſchnell genug die Verwuͤſtungen der Zeit, der Natur und der Menſchen wieder ausbeſſert und er⸗ ſetzt; ſtatt daß im Oriente ſeit vielen Jahrhunderten alles immer in demſelben Zuſtande bleibt. Man ſtellt die Mauren von Epheſus, Balbeck und Palmyra nicht wieder her; alle Reiſenden finden eben dieſelben Rui⸗


