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ohne daran zu denken, Bewegungen und Stellungen darbteten, die der Nachahmung aͤußerſt vortheilhaft ſind. So bald ſie aus dem Bette geſtiegen, wirft ſie ſich nachlaͤffig auf ihren Sopha, ohne daß ſie noch darauf denken ſollte, ſich anzukeiden. Der helle Tag blendet ſie, ſie ſchlaͤgt die Augen nieder, ſetzt ſich, ſtreckt ſich, erhebt ihre Knie, laͤßt den Kopf haͤngen, den ſie mit einer Hand unterſtuͤtzt, und nimmt nach und nach alle Lagen der ſimplen Natur an, die ſich ſelbſt uͤberlaſſen und eine Feindin der nachaͤffenden Kunſt iſt. Es naͤhere ſich jetzt der Maler oder der Bildhauer; er beobachte die naive Grazie der Bewe⸗ gungen, die ſanften und geſchmeidigen Umriſſe, wel⸗ che dieſe Schoͤnheit frei entwickelt, weil ſie ſich ohne Zeugen glaubt, und druͤcke ſie aus.
Am andern Ende des Sopha, formiren halb na⸗ ckende ſpielende Kinder die ſchoͤne Gruppe, welche ſo oft und ſo reizend wiederholt worden, dieſe Kiu⸗ der, die Annibal Carraccio in einem Gemaͤlde des Cor⸗ reggio nicht lachen ſehen konnte, ohne mit ihnen zu lachen.
Die junge Griechin nimmt ihren Spiegel, und den Korb, worinnen ihr Anzug liegt. Sie bringt, um ſich zu beſchaͤftigen, den hoͤchſten Kopfputz, den die Griechinnen tragen, in Ordnung. Die aufmerk⸗ ſame und geſchaͤftige Sklavin traͤgt ihre Blumen, Flieder, Roſen, Akaeien mit ihren Blaͤttern zu: ſie bekraͤnzt damit ihr Haupt. Sie erhebt ſich, langt mit


