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Praxiteles und Apelles, die regelmaͤßigſten Bildungen, ſchwarze, lebhafte, von einem natuͤrlichen Feuer be⸗ ſeelte Augen, einen zierlichen und majeſtaͤti ſchen Wuchs, eine ſimple und leichte Kleidung finden wer⸗ den, welche die ganze Schoͤnheit des Koͤrpers verraͤth, und keinen Fehler verbirgt. So findet man auch die griechiſchen Weiber: ſie ſind ſo ungezwungen, ſo frei im Innern ihrer Haͤuſer, als ſie zuſammen genom⸗ men und verhuͤllt ſind, wann ſie ausgehen, in⸗ dem enge und lange Aermel kaum ihre Fingerſpitzen ſehen laffen; es müßte denn auf dem Lande ſeyn, wo ſie ſich weit weniger zwingen, und ſich mit mehr Freiheit zeigen.
Wer ſollte bei ihrem Anblicke nicht die Muſter erkennen, die die alten Maler nachahmten!
Die oͤffentlichen Baͤder verſchafften ihnen richtige und beſtimmte Begriffe von der Schoͤnheit des Koͤrpers und der Bluͤte der Jugend, die ſie ſo gut ausdruͤckten. Sie hatten uͤberdieß Fechter und Ringer, durch die ſie in Stand geſetzt wurden, alle Bewegungen der Nerven, das Spiel der Muskeln, und die Zuſammen⸗ fuͤgung der Glieder wahrzunehmen; unaufhoͤrlich hat⸗ ten ſie edle und angenehme Gegenſtaͤnde vor Augen. Es waren Muſter, die ſie uͤberall mit Nutzen beobach⸗ ten und in den vortheilhafteſten Stellungen uͤberra⸗ ſchen konnten.
Wenn man noch jetzt eine junge griechiſche Schoͤn⸗ hit bei ihrem Aufſtehen bemerkt, ſo wird ſie uns,


