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Athen, deren Architektur von Außen wenig in die Augen ſiel“*), aber die im Innern ausgeſucht und mit allen Wolluͤſten verſehen waren. Die Griechen ſchlagen, wie die Alten, ihre Zimmer nicht mit Ta⸗ peten aus; ſondern ſie laſſen, wie jene, auf die Mau⸗ ren**) zwar nicht Figuren, aber kuͤnſtlich gearbeitere Vaſen mit Blumen malen. Sie haben vergoldete Lambris von einer ſchoͤnen Bildhauer⸗Arbeit, und reich ausgelegte Deckenſtuͤcken. Wann ſie berechtigt zu ſeyn 1 glauben, praͤchtig zu bauen, und ihren Geſchmack ſe⸗ hen zu laſſen, ſo thun ſie es ohne Maß. Selbſt die Folgen, denen ſie ſich nothwendig durch dieſen Luxus ausſetzen, ſchrecken ſie nicht ab. Man ſah vor vielen Jahren zu Konſtantinopel an dem Kanal des ſchwar⸗ zen Meeres das ſchoͤne und praͤchtige Haus des un⸗ gluͤcklichen Griechen Stavraky, der ein Guͤnſtling des Großherrn war. Der Sultan, der ihn umbrin⸗ gen ließ, ließ dieſes ſchoͤne Gebaͤude der Erde gleich machen, wo man ſeit der Zeit, mit Erſtaunen, ein neues noch weit ſchoͤners Gebaͤude von einem andern Griechen wieder auffuͤhren ſah.
III. In Griechenland kuͤndigen uns eine reine Luft, ein ſanfter Himmel, und immer heitere Tage mit jedem Augenblicke an, daß wir eine Veuus des
*) Origine des Loix, Tom. 3, Liv. 6. *) Geſchichte der Kunſt von Winkelmann. B. 2.


