Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Die Natur aleein bildete vormals in Griechenland die Maler, die Bildhauer, die Tonkuͤnſtler, d4⸗ Dich⸗ ter, mit einem Worte, alle große Geiſter, die ſo vie⸗ len Glanz uͤber dieſe gluͤckliche Gegend verbreiteten. Eine feurige, angenehme Einbildungskraft, ein ge⸗ ſchaͤftiger Geiſt, eine feine Organiſation, ein zaͤrtlicher Geſchmack, oder vielmehr eine ausnehmende Em pfind⸗ ſemkeit, alle dieſe Gemuͤthseigenſchaften unter dem ſchoͤnſten Himmel vereiniget, bei dem Anblicke der laͤchelndſten Fluren, unter einer Regierung, die am geſchickteſten war, das Genie zu entwickeln, zu er⸗ weitern, zu vergroͤßern, dieß Genie, welches ohne die Freiheit keine Triebfedern hat: dieß war es, was ſie den Griechen gegeben, und was ſie bei ihnen fand. Sie brauchten nur die Augen auf die Gegenſtaͤnde zu keh⸗ ren, an denen ſie ihre Empfindſamkeit am meiſten uͤben konnten, und man ſah die Kuͤnſte entſtehen. Da von der Gewohnheit, die ſchoͤnſten Dinge zu ſe⸗ beu und hervor zu bringen, der Geſchmack gebildet war, ſo konnte er keine andre Herrſchaft, als der Kuͤnſte und Talente ihre, erkennen, ja kein ander Gluͤck, als dasjenige, das er in dem Ruhme des Va⸗ terlands fand.

Aber wenn man das Genie fuͤr den Vater der Kuͤnſte erkennen muß, ſo war die Freiheit gewiß ihre Mutter. In ihrem Schooße geboren, ſieht man in der That ſie mit ihr das verwuͤſtete und eroberte Grie⸗ ſchenland verlaſſen. Sie ſielen und verloren ſich auf