Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

217

zeuge, womit man dieſe Fiſche faͤngt). So bald er die Thunnen ankommen ſieht, ruft er ſeinen Gefaͤhr⸗ ten. Alle Netze ſind ausgeſpannt, und bilden Zimmer im Meere: denn man ſieht ein Vorderhaus, Stuben, Thuͤren, und ein eingebogenes Corps de Logis.

Es iſt wahr, daß man in Griechenland jetzt weder die großen Kuͤnſtler, deren Geſchlecht daſelbſt ganz er⸗ loſchen iſt, noch Gemaͤlde, noch Bildſaͤulen, die man entweder zerſtoͤrt, oder weggefuͤhrt hat, ſuchen darf. Aber man erkennt doch unter demſelben Himmel eben daſſelbe Genie wieder, welches vormals die Maler und Dichter ſchuf; man findet daſelbſt lebende Gemaͤlde und beſeelte Modelle, nach welchen das Talent noch mit Vortheil arbeiten kann..

Die alten Griechen, welche an oͤffentliche Schau⸗ ſpiele gewohnt waren, die die Verderbniß der Sitten allezeit nur zu gefaͤhrlich gemacht, mußten ſich den angenehmen Kuͤnſten ergeben, welche die Leidenſchaf⸗ ten vorſtellten und belebten. Wie haͤtten ſie nicht fuͤr die Reize derſelben empfindlich ſeyn ſollen, da ſie durch den Geſang der ſchoͤnen Verſe des Homers⸗ durch die glaͤnzenden Bilder der Dichter, durch die Wunder, die man von der Gewalt und Weisheit des Orpheus erzaͤhlte, und endlich von dem Anblicke der Meiſterſtuͤcke der Malerei und Bildhauerkunſt, mit de⸗ nen die Tempel und ſelbſt die kleinſten Staͤdte Grie⸗ chenlands prangten, erhitzt waren? 3 etee

Welches Volk hat fuͤr die ſchoͤnen Kuͤnſte mehr