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Sie thun ihrer beiz aller Gelegenheit, und in den
gleichguͤltigſten Dingen. Auch wird die Treue der Griechen nicht ohne Grund immer verdaͤchtig ſeyn. Man hat zu aller Zeit den Verliebten einen Meineid vergeben: aber es iſt hier zu ſehr Mode, als daß man ihn entſchuldigen koͤnnte.
Die gewoͤhnlichen Schwuͤre der jungen Griechen ſind, daß ſie bei ihren Augen, bei ihrer Seele, bei allem, was ihnen am liebſten iſt, ſchwoͤren.
Inzwiſchen iſt doch dieſer unverbruͤchliche und heilige Eid, den alle Voͤlker angenommen, um die Buͤrgſchaft und das Siegel gegen ſeitiger Verbindungen und unverletzlicher Verſprechen, oder der ſo oft ver⸗ daͤchtigen Wahrheit zu ſevn, nicht allezeit von den Griechen entweihet worden.
Nichts iſt heut zu Tage ſo gemein in Griechen⸗ land, als daß man Vaͤter und Muͤtter bei dem Leben ihrer Kinder, oder bei ihrem eignen Haupte ſchwoͤren hoͤrt.
Die Griechen ſchwuren ſonſt auch gerne bei dem Kopfe eines andern, und thun es noch.
Sie haben die ſimple Formel des Eides beibehal⸗
ten*), indem ſie bei Gott, bei ihrer Seele ſchwwoͤren.
Auch ſchwoͤren ſie bei dem Haupte desjenigen, den ſie
7 8* *) Ad Tν εεμςρν, d. Ti„ Lny ge.


