Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Fweiter Theil.

I. Die neuern Griechen lieben immer noch die Fabeln und Erzaͤhlungen: ſie haben der Morgenlaͤnder und Araber ihre mit eben der Hitze angenommen, mit der ſie ſich vormals die aͤgyptiſchen zueigneten. Sie ſind noch immer fuͤr das Wunderbare eingenommen; und haben, wie die alten Griechen, ihre Mileſiſchen Fabeln) und ihre Romane. Die alten Weiber er⸗ zaͤhlen immer noch gerne, und die jungen Maͤdchen machen ſich eine Ehre daraus, die Erzaͤhlungen um die Wette zu wiederholen, die ſie gelernt haben, oder die ſie nach dem, was ſie ſelbſt geſehen haben, ſich ausdenken. 3

Das Volk iſt noch jetzt ſo ſehr den Luͤgen erge⸗

ben, als es immer vormals hat ſeyn koͤnnen. Der

Gebrauch der Schwuͤre, der den alten Griechen ſo gewoͤhnlich war, iſt es heut zu Tage nicht weniger.

*) Brief des Huͤet an Segrais, uͤber den Urſprung der Romane.