Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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au, und verſchwand.— Da haben ſie das ganze Ge⸗ heimniß, ſagte die Sibylle, die man befragte, ohne Anſtoß:„Die Nadel, die wir an einem Hochzeittage tragen, bedeutet, daß ſie werden verheirathet werden; die angezuͤndete Fackel zeigt an, daß der Tag nicht weit entfernet iſt; und die Zahl der Blumen, die ſie geſehen haben, bedeutet die Anzahl der Kinder, die ſie bekommen werden.“ Uebrigens iſt die allgemeine Regel der Traͤume, allezeit das Gegentheil davon zu nehmen. So bedeuten die traurigſten Traͤume immer etwas Gutes, und die aberglaͤubiſchen Griechen brin⸗ gen den Tag, der auf einen ſchoͤnen Traum folget, immer traurig zu.

Die Griechen bereiten ſich noch jetzt, wie vormals,

durch Faſten zu, um gluͤckliche Traͤume zu haben. Ein

Maͤdchen, die ein großes Anliegen hat, ißt nichts, wenn ſie ſich niederlegt, als einen ſehr geſalzenen Kuchen, und trinkt gar nicht; ſie leget hernach drei Knaͤule ſchwarz, weiß und rothes Garn unter ihr Kopf⸗ kiſſen. Nach dieſen Vorbereitungen iſt derjenige, den ſie im Traume ſieht, und der ihr zu trinken bringt, der Mann, den ſie heurathen wird. Wann ſie auf⸗ wacht, nimmt ſie den erſten, beſten Knaul, der ihr in die Haͤnde faͤlt. Der ſchwarze bedeutet einen Wittwer, der weiße einen alten, der rot he einen jun⸗ gen und reichen Mann, ſo wie ſie ihn wuͤnſcht.

Unter Konſtanz, einem Fuͤrſten, deſſen Leben ein bloßes Gewebe von Grauſamkeiten war, die ſo⸗