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und Grobheit daſelbſt ſo gut als die Barbarei ſelbſt waͤren; welches eben ſo falſch iſt: denn bei eben die⸗ ſen Griechen findet man viel Geſchaͤftigkeit, Feinheit und ſehr muntere Koͤpfe.
X. Wenn irgend etwas die Leichtglaͤbigkeit einer Nation charakteriſirt, ſo iſt es der Glaube, den es den Traͤumen beimißt, und die Deutungen, die es annimmt.
Die Religion hat die beruͤhmten Orakel Griechen⸗ lands zerſtoͤret; aber die Vernunft hat den Glauben an die Traͤume noch nicht einmal ſchwaͤchen koͤnnen.
Man darf ſich nicht wundern, wenn die heutigen Griechen, die weit weniger Einſicht als ihre Vaͤter haben, der Kunſt, Traͤume zu deuten, eben ſo viel Glauben als jene beimeſſen. Dieſe Kunſt war vor
Alters in noren Anſehen.
Denn die Leichtglaͤubigkeit war faſt allgemein, und der Dienſt, durch den man vor Alters die Goͤtter verehrte, die den Traͤumen vorſtunden, iſt bekannt. Die neuern Griechen haben noch Regeln zur Erklaͤ⸗ rung der Traͤume, und ſie haben ſie ohne Zweifel geerbt. Es ſind alte Weiber, die mit dieſer Hand⸗ thierung ihr Brod verdienen. Guys hoͤrte einmal zu, und giebt ein Beiſpiel einer ſolchen Auslegung, von der er Zeuge geweſen.
„Mir hat getraͤumet, ſagte eine junge Griechinn, daß ſich mir ein Fremder naͤherte. Er uͤberreichte mir eine Zitternadel und Blumen, zuͤndete eine Fackel


