t
finden, daß ſie ſich vollkommen gleich ſind, und auch nur ſich ſelbſt gleich ſeyn koͤnnen.
Was man oon einzelnen Perſonen ſagt, iſt auch von ganzen Voͤlkerſchaften wahr. Wenn man uͤbri⸗ gens die Griechen recht kennen will, ſo muß man nicht buchſtaͤblich annehmen, was Tournefort und andere Reiſende geſagt haben, die ſie niemals naͤher, als auf den Inſeln des Archipelagus geſehen haben, wo die Unwiſſenheit und Armuth, die uͤberhaupt unter dieſen Inſulanern herrſchen, ihnen dieſe Nation in einem verachtungswuͤrdigen Lichte gezeiget hat. Haͤt⸗ ten ſie ſie ſorgfaͤltiger gepruͤft, ſo wuͤrden ſie ſich von ihnen eine andere Vorſtellung gemacht haben; ſie wuͤrden, obgleich in geringer Anzahl, gelehrte Bi⸗ ſchoͤffe, wohlunterrichtete Prieſter, und Leute von Genie und Geſchmack gefunden haben. Guys traf bei einem Griechen, Namens Drako, einem reichen und ge⸗ ſchickten Manne, eine auserleſene Bibliothek an.
Wenn der Abt Guͤyon an Ort und Stelle die Sitten und Gewohnheiten der neuern Griechen eben ſo ſtudiret haͤtte, wie er die Geſchichte Griechenlands gus ihren beſten Quellen ſtudiret: ſo wuͤrde er ihnen nicht, nach dem Guilletiere, vorgeworfen haben, daß ſie weder Sonnenweiſer, noch oͤffentliche Uhren haͤtten, weil ihnen die Tuͤrken keine zu haben erlauben, ja nicht einmal Taſchenuhren. Dieß iſt aber hoͤchſt falſch, und kaum der Muͤhe werth, daß man es erinnert. Er wuͤrde nicht behauptet haben, daß die Traͤgheit
.


