ſo richtete er ihr ſogleich einen Altar auf: denn das war ein gluͤckliches Zeichen. Auch dieſe Gewohnheit findet noch ſtatt.
Der Heil. Chryſoſtomus erzaͤhlt den Aber⸗
glaußen ſeiner Zeit, der ebenfalls heut zu Tage herr⸗ ſchet.„Nichts,“ ſagt er,„gleichet dem Aberglauben der Weiber in Anſehung der kleinen Kinder. Sobald ſie geboren ſind, zuͤnden ſie Lampen an, und geben ihnen Namen von Leuten, die lange gelebt haben, um auch ihnen ein langes Leben zu verſchaffen: indeſſen ſterben ſie doch oft ſehr fruͤh. Sie machen an ihre Haͤnde Schellen und Faͤden von Scharlachfarbe, um ſie vor Ungluͤck zu bewahren. Die Weiber, die Am⸗ men und bisweilen die Maͤgde tunken ihren Finger in eine Art Schlamm, der ſich in den Baͤdern auf den Boden geſetzt hat: hierauf druͤcken ſie dieſen Fin⸗ ger auf die Stirne des Kindes: damit ſie, wie ſie ſprechen, das boͤſe Auge, den Neid, von ihm abkeh⸗ ren.“*) Einige ſchreiben auf die Hand der Kinder die Namen der Fluͤſſe und Baͤche; andere bedienen ſich der Aſche, des Rußes und des Salzes: und alles dies, um das boͤſe Auge, das man noch jetzt fuͤrchtet, abzukehren. Heut zu Tage ſind die Schalen von Knoblauch, Talismane und andere Amuletten, die
*) Dieſe Gewohnheit ſcheint ſich von dem alten Glauben der boͤſen Genien herzuſchreiben.


