Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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die Gaͤſte thut, ſo wie es auch bei Begraͤbnißeeremo⸗ nien oder Leichenmahlzeiten zu geſchehen pflegt.

Obgleich Morin, Mitglied der Akademie der Auf⸗ ſchriften, eine ziemlich getreue Vorſtellung von dem wahren Zuſtande der Muſik bei den neuern Griechen gegeben, ſo irret er ſich doch, wenn er hinzuſetzt, daß ſeit vielen Jahrhunderten die Geſaͤnge nicht mehr in Griechenland geachtet werden: denn es hat noch ſeine Anakreons und ſeine Muſen. Unter der Regierung Amuraths IY.., ruͤhrte ein Grieche, der ein guter Tonkuͤnſtler und zum Dode verurtheilet war, durch ſeine Toͤne den Sultan, der es befohlen hatte, ſo ſehr, daß er auf der Stelle Gnade erhielt.

Ein Cyprier, der nach dem ſchwarzen Meere ging, und auf dem Hintertheile ſeines Schiffes, wo er ſaß, auf der Lyra ſpielte, als er unter den Fenſtern des Pallaſts des beruͤhmten Vezier, Ibrahim Paſcha, welcher in dem Aufruhr von Patrona umkam, weg⸗ fuhr, zog die Aufmerkſamkeit der Sultanin, Gemahlin des Veziers, ſo ſehr auf ſich, daß ſie ihn rufen und vor ſich ſpielen ließ⸗

Die Lyra der Griechen gleicht jener des Orpheus nach der Beſchreibung des Virgil: bald riß er ſie mit ſeinen Fingern, bald mit einem Kiele.

Die Lyra war immer das Lieblingsinſtrument der Griechen.

Die Zyther und die Lyra gehoͤrt noch ſetzt zu den gewoͤhnlichsen Hauptinſtrumenten bei den Griechen.