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Wein, man ſchenkt ohne Maaß ein, und man erlaubt alsdann den Poſſenreißern herein zu kommen. Die Geſaͤnge, die mit ernſthafter Muſik und eben ſolchen Worten ſich angefangen, werden freier und munterer: endlich nimmt man die Leyer, und einige Gaͤſte erhe⸗ ben ſich, um zu tanzen. Man faͤngt von dem oνvοos und dem de oeos an, das iſt, durch einen und zween Taͤnzer, deren lebhafter Tanz unſerm Rigodon aͤhnlich iſt, welches griechiſchen Urſprunges zu ſeyn ſcheint, und der Tanz endiget ſich mit einem Kreis⸗ tanze, von dem nachher die Rede ſeyn wird.
Der Honig, den die Griechen allezeit ſorgfaͤltig auf dem Berge Hymettus ſammeln, und vormals fuͤr eine heilige Nahrung hielten, iſt noch fuͤr ſie, ſo wie er vom Stocke kemmt, ein aͤußerſt angenehmes und ſehr geachtetes Gerichte.
Sie lieben auch ſehr die Oliven, welche Griechen⸗ land und die Gegend von Athen im Ueberfluſſe liefern. Sie nennen dieſe Oliven, die, den Appetit zu er⸗ wecken, zubereitet ſind, wie die Alten, Colymbades. Sie lieben noch die Kuchen, die die Weiber nach al⸗ tem Gebrauche backen. Sie wiſſen aus dem Leſen des Homer, daß ſie vor Alters das Mehl einmachen, und die Kuchen backen mußten. Das iſt auch noch heut zu Tage eben daſſelbe: man baͤckt dieſe Kuchen den heiligen Abend vor Oſtern und andern großen enen und die Griechen beſchenken damit einer den andern.


