Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Die Alten glaubten, daß die Blumen, die ſie im Buſen und auf ihrem Haupte truͤgen, die Trunken⸗ heit hinderten. Sie warfen deswegen nicht nur welche auf das Bette und den Tiſch, ſondern auch in das Zimmer, wo man. Sie beſprengten auch das⸗ ſelbe mit wohlriechenden Waſſern. Heut zu Tage brennen die Griechen und die Tuͤrken Aloe, welches der koſtbarſte und angenehmſte Geruch iſt.

Die griechiſchen Weiber legen nicht nur ihre Schuhe ab, wenn ſie ſich auf ihren Sopha ſetzen oder hinlegen, oder zuſammenhauchen wollen, ſondern auch, wann ſie die Erhoͤhung, wo der Sopha ſtebt, hinauf ſteigen, welche allezeit mit einem Teppich beleget iſt. Man weis, daß die Tuͤrken, ſowohl wann ſie in die Moſchee, als wann ſie in ihre Zimmer gehen, allezeit ihre Pantoffeln an der Thuͤre ſtehen laſſen.

Die griechiſchen Weiber bedienen ſich ihrer Schuhe zu Hauſe gar nicht, weil ſie an der Thuͤre des Zim⸗ mers, worinnen ſie ſich befinden, Schlippen haben, deren ſie ſich in ihrem Hauſe, oder wenn ſie in den Garten gehen wollen, bedienen. Wollen ſie aber ein wenig weiter gehen, ſo ziehen ſie gelbe Stiefelchen an, und ihre Maͤgde tragen ihnen, in einem Packete unter dem Arme, ihre Schuhe nach.

Die Griechen trinken auch noch heut zu Tage, mit eben ſo vielem Vergnuͤgen, als Uebermaße, und ihre Galtmahle endigen ſich nicht ohne Voͤllerei. Wenn