Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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beiden Kindern darauf, die ſie von der Inſel Chalki zuruͤcke fuͤhrete. Wann ſie das bruͤllende Meer, das ſich aufthat, ſie zu verſchlingen, geſehen hat, ſo wird ſie ihre beide Kinder umarmet haben: Meine liebſten Kinder, wir kommen um, und ich bin die Ungluͤckliche, die euch hinabſtuͤrzet; denn ich habe es gewagt, euch auf das Meer zu fuͤhren, indem ich dieſen ſchrecklichen Sturm nicht vorher ſah. Ungluͤckliche Mutter! Ver⸗ wegner Zaphiris, der keine Gefahr kennet und fuͤrch⸗ tet! gottloſer Mann! du biſt Schuld daran, und du wirſt mit uns umkommen!

Meine Tochter, was kuͤndigeſt du mir an? Sie

koͤmmt zuruͤcke Meine Mutter, meine Mutter! Paramana komm geſchwinde, komm und ſiehe,

die Paramana koͤmmt: das Waſſer des Meeres fließt von ihren Kleidern, ſie hat davon getrunken, ſie hat geglaubt, ſterben zu muͤſſen. Welche Freude! ich bin außer mir: ich habe Gott ſo ſehr, ſo von ganzem Herzen gebeten, daß er ſie gerettet hat.

Eine andere koͤmmt ins Dorf, wo man ſich in der ſchoͤnen Jahreszeit verſammelt hat.

Wie, Lucia, du ſchlaͤfſt, und man tanzet auf der Wieſe? Wir haben Muſik: Stamati ſpielet auf der Leyer, Zeo fuͤhret den Reihen, und alle Muͤtter ſitzen unter der großen Pappel, und ſind entzückt ſie zu ſehen. Komm doch, damit die ſtolze Zeo nicht ſage: Ich habe die Ehre des Tanzes, ich allein habe den Reihen gefuͤhret, ich alleine habe den Beifall einge⸗