Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

143 3

drucks, Hartnaͤckigkeit im Diſputiren, Gemuͤther zu Empoͤrung geneigt, unruhig, eben ſo geſchwind, ſich zu entflammen, als zu verloͤſchen.

Wenn man ſie zuſammen ſchwatzen ſieht, ſo ſollte man an ihren Mienen, an ihren Bewegungen, an dem lebhaften Tone, womit ſie ſprechen, glauben, daß ein hitziger Streit unter ihnen waͤre. Nichts weniger, es iſt die natuͤrliche Lebhaftigkeit, die eine bloße Er⸗ zaͤhlung befeuert, ſie antreibt, zu unterbrechen, und welche ſie beredt und zu gegenwaͤrtigen Schauſpielern derjenigen Handlung machet, die ſie erzaͤhlen. Die jungen Maͤdchen hauptſaͤchlich uͤbertreiben alles, was ſie geſehen haben: die Tropen, die Bilder, die Ver⸗ gleichungen, die Figuren ſind ihnen gemein, und die Schwuͤre muͤſſen allezeit dasjenige beſtaͤtigen, was ſie vorgeben. Man gebe einmal auf jenes Maͤdchen außer Odem Achtung, das in die Stube ihrer Mutter tritt.

Meine Mutter, ſiehe das Meer an, ſiehe dieſen Sturm! O GSott, ſtehe uns bei! Man ſagt, daß das große Schiff des Zaphiris*) untergegangen: er iſt vom Meere verſchlungen: ich glaube, ihn ſelbſt von unſerer Kioek(Altane) geſehen zu haben. Ja, die ſes große Schiff mit ſeinem großen Segel, ichabeſchwoͤre es bei meinen Augen, iſt von dem Meere verſchlungen worden, und die arme Paramana**) war mit ihren

*) Ein griechiſcher Schiffer. **α) Amme.