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Kreta uͤber den Geſang mit den Sirenen; die ſie zu einem Wettſtreite darinnen herausforderten, und wo⸗ bei ſie verloren. Die Muſen, ihre Verwegenheit zu beſtrafen, ſchnitten ihnen die Fluͤgel ab, und ſteckten zum Zeichen des Sieges eine ihrer Federn auf ihren Kopfputz. Sollten die griechiſchen Weiber alſo wohl gar dieſen Schmuck von den Muſen haben? Wenig⸗ ſtens moͤgen ſie gern dieſelben vorſtellen, wenn ſie um den Preis des Geſanges unter einander ſtreiten, oder Wechſelgeſaͤnge ſingen, eine Art eines beluſtigenden Wettſtreites, wo es darauf aukommt, wer zuletzt ſingt und es den andern zuvorthut.
Uebrigens haben ſie verſchiedene Arten von Kopf⸗
putz, wovon einer mehr als der andre gezieret iſt,
und den ſie auf mancherlei Weiſe abaͤndern. Bis⸗ weilen fallen ihre Haare in Locken auf die Schultern; oft ſind ſie um den Kopf gerollet, oder mit eini⸗ gen Blumen nachlaͤßig befeſtiget: und hieran erkennet man die Art der lacedaͤmoniſchen Damen.
Man kann noch beim Athenaͤus das Verzeichniß des Weiberanzugs ſowohl, als die Mittel lernen, wo⸗ durch ſie den Maͤngein des Wuchſes und des Koͤrpers abzuhelfen ſuchten. Es iſt wahr, er ſchreibt alle dieſe Erfindungen der Buhlerei und der Kuͤnſtelei bloß denen zu, die ein luͤderliches Handwerk trieben: aber die heutigen griechiſchen Weiber, die ſich gerade eben dieſer Mittel zu gefallen bedienen, brauchen ſie nicht


