Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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menen Contraſt mit ihnen zu machen. Wir haben ſo⸗ gar unvermerkt den Gedanken der Ehrerbietung, die wir dem Alter, und denjenigen, die uns das Leben gegeben haben, ſchuldig ſind, in uns ſchwaͤchen laſſen. Wie werden in der Folge ſehen, daß die Griechen, ſo fehlerhaft ſie auch ſeyn moͤgen, uns hierinne nicht gleichen.

Diejenigen, die am Ufer des Meeres, oder die Inſeln bewohnen, ſind weit biegſamer, als diejeni⸗ gen, die das Innere des Landes bewohnen, wozu un⸗ ſtreitig ihre Handlung mit den Fremden vieles bei⸗ traͤgt. Alſo waren die Arkadier, nach der Erzaͤhlung des Homer*), nicht Leute des Meeres. Cicero ma⸗ chet einen Unterſchied unter denen, die die dicke Luft von Theben, und*ee) denen, welche die reine und zarte Luft von Athen athmen. Die Megarer, Nach⸗ barn dieſer Stadt, waren ſo wenig geachtet, daß ein altes Orakel(das ſie oft hoͤren mußten) ſagte: Wenn man die Voͤlker Griechenlands herzaͤhlete, ſo verdien⸗ ten die Megarer kaum gerechnet zu werden. Heut zu Tage ſind die Griechen von Chios, von Nieaͤg, von Sparta und Athen ganz verſchiedene Griechen. Iv. Die Haͤuſer der Griechen ſind nicht ſo hoch, als die unſrigen. Sie haben ordentlich nur ein Stock⸗

*) Ilias B. 2. V. 603 und 644. *) Li, de fato, cap. 4.