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nehmen eine ſehr maͤßige Gebuͤhr die Muͤnte zu unter⸗ fuchen, die man bloß von ihren Haͤnden erhaͤlt: aber ſie gewinnen ein Anſehnliches an den Sorten, wenn ſie verrufen ſind, und ſie werfen ſie alsdann in die Auszahlungen, die ſie fuͤr die Großen zu thun haben,
denen ſie das Intereſſe aufs hoͤchſte anſchlagen, wel⸗ ches von 24 bis auf 30 Prozent geht. Ein reicher Tuͤrke, der der Pforte eine Summe zu Bezahlung eines Wechſels abtragen muß, den man ihn zu acceptiren zwingt, nimmt den Schein an, als ob er es unter den beſchwerlichſten Bedingungen aufnehmen müßte, damit er nicht ein heimlich aufgehaͤuftes Vermoͤgen verrathe, deſſen Kenntniß die Regierung bald zum Vorwande nehmen wuͤrde, es ihm zu entreißen.
Die Griechen, die ſonſt Herren des Meeres und auf dieſen Beſitz eiferſuͤchtig waren, haben ihn nicht verlaſſen: ſie ſetzen die Schifffahrt und den Fiſchfang fort. Die Juden haben ihnen darinnen keinen Ein⸗ trag gethan. Denn ob ſie gleich uͤberall zerſtreuet ſind, ſo ſind ſie doch ſo wenig zu einer gefaͤhrlichen Unternehmung geſchickt, als die Armenianer, die nicht die Ufer des Meeres bewohnet haben. Der Armenia⸗ ner alſo, ein Landmann und klug, treibt den innern Handel von einer Provinz in die andere und kennet uͤber dieſe Graͤnzen nichts. Der Grieche, der weit unterrichteter, geſchmeidiger und durch die Handlung zur See verfeinert iſt, hat die Handlung von einer Inſel zur andern und der Inſeln mit der Hauptſtadt


