Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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den Chriſten zu Siam, am 12. Juli auf den Strom,

und kam den 17. an das Schiff, welches ungefaͤhr

2 Meilen vom Hafen und auf der Rhede gelegen iſt. Am 21. gingen ſie unter Segel mit guͤnſtigem Winde, welcher bis zum 30. dauerte. Allein auf der Hoͤhe 110 noͤrdlicher Breite, am Zuſammenfluſſe der Meere von China und Siam, erhob ſich ein ſo ſchrecklicher Wind, daß man ſchon in einer viertel Stunde den Untergang befuͤrchtete. Obſchon man die Segel einzog, und alle entbehrliche Gegenſtaͤnde zur Erleichterung des Schiffes in das Meer warf, ſo ſah man doch um ſo weniger Mittel zu entkommen, als das nahe Land befuͤrchten ließ, das Schiff moͤchte auf den Strand und die Klippen gerathen. So fuhren ſie einen Tag und zwei Naͤchte, in ſchrecklichſter Unge⸗ wißheit uͤber das Ende und die Folgen des Stur⸗ mes fort.

Als ſie ganz nahe am Lande waren, und durch das Wurfblei Grund fanden, ſo ließen ſie Anker fallen, und ſchickten 12 Mann mit der Schaluppe an das Land, um Huͤlfe von den benachbarten Doͤrfern zu ſuchen, die Waaren auszuladen, die Menſchen zu ret⸗ ten, und das Schiff dem Zufalle zu uͤberlaſſen. Allein die Schaluppe wurde bei der Aunaͤherung an das Ufer in Stuͤcke zerſchlagen. Da die 12 Maͤnner ſahen, daß ſie weder Nachricht an das Schiff bringen, noch dem⸗ ſelben den erwuͤnſchten Beiſtand leiſten koͤnnten; da ſie auch Mangel au Waſſer zu leiden anfingen, ſo be⸗