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fahrten und opfern; ſie laſſen die Todten koſtbar be⸗ graben, umgeben die Grabhuͤgel der Vornehmen mit viereckigen Thuͤrmen aus Cypreſſen⸗Holz, auf welchen Kunſt⸗Feuer angezuͤndet werden, und bringen die Aſche der verbrannten Koͤrper unter eine Pyramide.
Ihre Prieſter, T alapoinen genannt, kleiden ſich in gelb gemaltem Tuche aus Baumwolle, ſind weder am Kopfe, noch an den Fuͤßen bedeckt, tragen Palm⸗Blaͤtter in der Hand zum Schutze des Hauptes gegen die Sonne, und leben hoͤchſt maͤßig. Um gegen Mangel geſichert zu ſeyn, praͤgen ſie dem gemeinen Volke ſtets ein, daß es nur nach dem Maße ſeiner Mildthaͤtigkeit in dieſem und in jenem Leben gluͤcklich ſeyn koͤnnte. Sie duͤrfen nicht heirathen, ſo lange ſie dieſe Kleidung tragen; erſt nach deren Ablegung ſind ſie von ihrem Geluͤbde befreit. Sie kommen jeden Morgen und Abend fuͤr die Verrichtung ihrer Gebete zuſammen, unter welchen ſie als die wichtigſten Ge⸗ bote ihrer Geſetze erwaͤhnen, daß man ihnen Gutes erweiſen und kein Vieb toͤdten ſoll. Um ihren Wor⸗ ten Kraft zu geben, ſind ſie ſehr mildthaͤtig und gaſtfrei. 4
Sobald der Biſchof von Beryte zu Siam an⸗ gekommen, und dem Oberſten der Portugieſen ſeine Aufwartung gemacht hatte, wurde auch er mit Hoͤf⸗ lichkeit bedient, nach welchen er ſich mit ſeinen Leu⸗ ten in die Einſamkeit zuruͤck zog. Dieſe benutzten ſie zur Erlernung der Sprache von China und Cochin⸗


