Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Fertigkeit mit dem Griffel von der linken zur rechten Hand auf duͤnnem Papier zu ſchreiben, ihre Geſetze zu beobachten, und das Recht zu verſtehen. Ihre Muͤnze aus Silber iſt mit dem Stempel des Koͤnigs gezeichnet; damit ſie ſich gegen die Unordnung der Fremden ſichern, ſo beſtimmen ſie einen Aufſeher aus jeder Nation, wie in jedem Range und Stande der Eingebornen, welche uͤber ihres Gleichen wachen muͤſ⸗ ſen.(Man koͤnnte jetzt glauben, die jetzige geheime Polizei zu Wien ſey nach dieſem Muſter organiſirt.) Ueber die Unſterblichkeit der Seele lafſen ſich die Bewohner von Siam in keine Beſtimmung ein; doch ſorgen ſie auch fuͤr das jenſeitige koͤrperliche Leben. Sie ſammeln Geld, ſo viel ſie koͤnnen und verbergen es an geheimen Orten, von welchen weder der Mann,

noch die Frau, noch die Aeltern, noch die Kinder,

noch die Freunde einander benachrichtigen. Durch die⸗ ſen Aberglauben geht außerordentlich viel Geld verlo⸗ ren: denn das vergrabene Geld den Todten zu ſtehlen, halten ſie zugleich fuͤr den groͤßten Kirchen⸗Raub. Große Herren laſſen vortreffliche Pyramiden auffuͤhren, in deren Grundlage ſie ihre Schaͤtze verwahren, welche durch beſondere Menſchen nach ihrem Dode bewacht werden muͤſſen. So beſtaͤtigt ſich alſo ihr Glaube an materielles Fortleben und Auferſtehen. Sie erkennen auch den Unterſchied zwiſchen dem Guten und Boͤſen, und uͤben große Naͤchſten⸗Liebe und Barmherzigkeit durch Unterſtuͤtzung mit Lebensmitteln aus; ſie wall⸗