Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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waſchen ſich oft mit wohlriechendem Waſſer. Bei vornehmen Zuſammenkuͤnften erſcheinen ſie in ſeide⸗ nen, mit Gold und Silber geſtickten Zeugen. Die Haͤuſer beſtehen aus Holz und Blaͤttern, und ruhen auf Pfeilern wegen der jaͤhrlichen Ueberſchwemmung in Folge des anhaltenden Regen. Nur die Reichen haben Haͤuſer aus gebackenen Steinen und mit Ziegeln edeckt, jedoch außer einigen Tapeten und Kiſten, ohne alle europaͤiſche Verzierungen und Bequemlichkeiten. Sie naͤhren ſich gewoͤhnlich vom Reis, obſchon ſie ge⸗ nug Huͤhner, Ochſen, Voͤgel und Wildpret haben. Die grauſame Toͤdtung derſelben ſcheint ihnen ſuͤnd⸗ hafter, als jene der Fiſche; doch gibt es auch hier Menſchen, welche von der Suͤnde Anderer durch 4 Schlachten und Verkauf der Thiere ſich bereichern. Ihr gewoͤhnlicher Trauk iſt helles Waſſer; doch ver⸗ fertigen ſie auch einen Branntwein aus Reis, welchen ſie mit Zuziehung des Blattes Niper betaͤubend machen. Nach dem Eſſen bedient man ſich eines ſehr heißen Thees mit Zucker zur Verdauung. Die Wohl⸗ feilheit der Lebensmittel wird durch die allgemeine Freiheit im Gottesdienſte und Handel, wie durch das friedliche Zuſammenleben der Einwohner mit den Fremden ſehr erhoͤht. In der Gymnaſtik ſind ſie noch ſehr ungeuͤbt, in der Philoſophie und Mathematik noch ganz fremd; ihre Theologie beſteht in einigen Fabeln, ihre Medizin beſchraͤnkt ſich auf einige Hausmittel und Zauberei, ihre ganze Wiſſenſchaft beſteht in der