226
welche durch Feuer hohl gebrannt werden. In dieſen
Nachen, deren jeder 12 Kronenthaler koſtete, mußten ſie nicht nur ihre Koſt bereiten, ſondern auch ſchlafen.
Denn zahlreiche Tiger, wilde Schweine und andere
gefaͤhrliche Thiere machen das Landen hoͤchg gefaͤhrlich.
Sie fuhren unter großer Anſtrengung den Strom auf⸗ waͤrts, waͤhrend die Schiffer oͤfters in das Waſſer ſich
begaben, und die Nachen bald durch Taue an das
Land zogen, bald mit Baͤumen, oder ihren eigenen⸗ Schultern empor hoben, damit ſie gluͤcklich zwiſchen
den Klippen fortſtroͤmten. Deſſen ungeachtet hatte
der Nachen des Biſchofs von Beryte das Ungluͤck zu
ſtranden, und er ſelbſt konnte ſich und ſeine wichtigſten
Kiſten nur auf einem nahe gelegenen Baume retten. Gluͤcklicher Weiſe kam ein anderer Nachen zufaͤllig in
die Naͤhe, welcher ſie nach Jalinga fuͤhrte. Am
22. Juli reiſten ſie von hier abd, und kamen in drei KTagen an das Dorf Mena, in ſechs Tagen nach Kouir, in zwei Tagen nach Pram, in fuͤnf Tagen nach der großen Stadt Pipili mit ſteinernen Mauern, und erſt 21. Auguſt nach Siam. Dieſes Koͤnigreich wird noͤrdlich vom Lande Pegu, weſtlich vom Gan⸗
ges, ſuͤdlich von der kleinen Stadt Malakka, und
oͤſtlich theils vom Meere, theils vom Gebirge begraͤnzt.
Das ganze Reich hat eine ziemlich reine Luft, der
Boden iſt fruchtbar und bebaut, und die Erzeugniſſe⸗ werden um geringen Preis verkauft. Ein vorzuͤglicher
Nahrungs⸗Zweig iſt die Fiſcherei, und der Reis, wel⸗


