Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Canton, deſſen Gerichtsbarkeit alle Fremden unter⸗ worfen waren. Dieſer ernannte den Pfleger der Stadt Canton zum Unterſuchungs⸗Richter, und dieſer den Pfleger der Stadt Seiauchin. Weil aber letzterer zu Peechin war, um dem Koͤnige zu huldigen, wurde deſſen Amts⸗Verwalter zu Phan, der den Miſſionaͤ⸗ ren gewogen war, zum Berichte aufgefordert.

Dieſer ließ den Matthaͤus Ricei von der Sache benachrichtigen, und forderte ihn auf, eine ſchriftliche Widerlegung der Klagepunkte gruͤndlich zu fertigen. Er ſelbſt richtete ein Inſtrument daruͤber auf, in wel⸗ chem deutlich niedergelegt wurde, daß den Beklagten in allen Artikeln Unrecht geſchehe; und ſpricht in ei⸗ nem eigenen Anhange den Vaͤtern der Geſellſchaft großes Lob. Damit die ganze Verhandlung deſto gluͤcklicher und ſchneller ſich endige, ſtellte er den Be⸗ richt unmittelbar dem Landſchafts⸗Viſitator zu. Fuͤr dieſes Mal nahm auch die Sache einen erwuͤnſchten Ausgang. 6

XIII. Mit ungeſtoͤrtem Eifer konnten ſie nun wieder ihrem Miſſions⸗Geſchaͤfte leben, weil gerade die Lage von Sciauchin ſo guͤnſtig dafuͤr war. Da⸗ bei hatten ſie die Freude, den Saamen des Evange⸗ liums auch mittelbar in die entſernten Gegenden von Caucinein ausſrreuen zu ſehen. Alle drei Jahre kamen Geſandte aus dieſem Koͤnigreiche, um dem Koͤ⸗ nige von China den Tribut zu bezahlen. Mehrmals hatten ſie die Vaͤter der Miſſion beſucht, und von ih⸗