Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ger nach Rom. Matthaͤus Ricei, der ſehr gut

154

chin, auf Veranſtaltung des Matthaͤus Ricei, um ihn in der Fortpflanzung des Chriſtenthums zu unterſtuͤtzen.

Doch drohte ihnen eine andere Verfolgung von Seite des Poͤbels in Seiauchin. Zwei neue Chri⸗ ſten, welche von dem erwaͤhnten Martin betrogen waren, hatten noch immer einen Groll gegen die Miſ⸗ ſionaͤre, ſie ſuchten deßhalb das Volk gegen dieſelben dadurch zu reitzen, daß ſie vorgaben, Eduard Sande ſey nicht nur ohne Erlaubniß der Obrigkeit, ſondern ſogar gegen ein ausdruͤckliches Verbot derſelben nach Seiauchin gekommen. Nicht wenig geaͤngſtigt wurden dadurch unſere Miſſionaͤre, da ſie ſelbſt nur durch Huͤlfe der Unter⸗Beamten vor dem Frevel des Poͤbels geſichert werden konnten. Eduard Sande bielt fuͤr gut, wieder nach Macao zuruͤck zu kehren, und dem Viſitator Alexander Valignan von ihrer Lage in Seiauchin Bericht zu erſtatten.

XII. Alexander Valignan, ergriffen von der Schilderung der mißlichen Umſtaͤnde in Seiau⸗ chin, dachte nun auf Mittel, ſeinen Miſſions⸗Ge⸗ noſſen ein Anſehen im Koͤnigreiche China zu ver⸗ ſchaffen. Er hielt fuͤr das tauglichſte dazu, wenn der Papſt an den Koͤnig von China eine Geſandtſchaft ergehen ließe, mit dem Erſuchen, in ſeinem Reiche das Evangelium predigen zu laſſen.

Zu dieſem Behufe ſchickte der Viſitator den Rug⸗