Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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tiget. Ein Eingeborner von Canton, welcher ſich

Szu Macao hatte taufen laſſen, und nun den Namen

Martin fuͤhrte, kam nach Seiauchin. Rugger erzeigte ihm viel Gutes, aber dieſe Guͤte mißbrauchte

er auf das ſchaͤndlichſte. Er fabelte den leichtglaͤu⸗

bigen Chineſen vor, die Miſſionaͤre verſtaͤnden die Kunſt, Silber zu machen, und haͤtten zu dieſem Be⸗ hufe ein Kraut mitgebracht, das an ſehr weit entlege⸗ nen Orten wachſe, mittelſt deſſen ſie aus Queckſiber gutes Silber bereiten koͤnnten. Rugger habe ver⸗ ſprochen, es ihm zu lehren, unter der Bedingung, es keinem Andern zu lehren.

Die Chineſen, die ohnehin der Alchimiſterei ſehr ergeben ſind, boten nun alles auf, Martin dahin zu bringen, daß er ihnen auch dieſe Kunſt mittheile; ſie verſorgten ihn mit allen nur moͤglichen Beduͤrf⸗ niſſen, uͤberhaͤuften ihn ſelbſt mit Geſchenken. Immer hielt er ſie aber damit hin, daß ihm Rugger die⸗ ſelbe noch nicht eroͤffnet habe; ſo vergingen 3 bis 4 Monate. Als er merkte, daß die Chineſen nicht laͤn⸗ ger mehr zu taͤuſchen ſeyen, beſtimmte er einen Tag, an welchem Rugger das Geheimniß mittheilen wuͤrde, und er ſogleich daſſelbe auch ihnen anvertrauen wolle. n

Als der beſtimmte Dag erſchien, machte ſich der Betruͤger davon, und nahm auch das dreieckigte Glas, welches er von Rugger eutlehnt hatte, und welches er fuͤr einen unſchaͤtzbar koͤſtlichen Stein hielt, mit fort.