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abſchieden ſie wieder nach deſſen Erreichung; ſie laſſen ihr die Freiheit zu heirarhen, wen ſie will; gewoͤhn⸗ lich verſchaffen ſie ſelbſt ihr einen Mann. Doch zu⸗ weilen erhebt der Wittwer ſeine Beiſchlaͤferin ohne die fruͤheren Foͤrmlichkeiten zur Frau.
Solche Beiſchlaͤferinnen werden gewoͤhnlich aus den Staͤdten Vang⸗tcheou und de Sou⸗tcheou genom⸗ men. Daſelbſt werden ſie in der Kunſt erzogen, ſich durch alles, was Maͤdchen vom Stande unterſcheidet, z. B. Geſang, Spiel der Inſtrumente ꝛc., belieht zu ma⸗ chen. Der groͤßte Theil wird anderswo gekauft, um
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nachher wieder verkauft zu werden; durch dieſen be⸗
ſondern Handels⸗Zweig zeichnen ſich beide Staͤdte vor allen uͤbrigen aus. Geſetzlich iſt zwar der Gebrauch der Beiſchlaͤferin nicht; doch wird er geduldet; weil der Kaiſer, die Prinzen Lon Geblüte, und die Manda⸗ rinen allein privilegirt ſind.
Wittwen mittleren Standes mit Kindern ſchreiten ſelten zur zweiten Ehe; manche bleiben ſogar ledig, wenn ihr Braͤutigam vor der Verehelichung ſtirbt. Wittwen gemeiner Klaſſe mit Kindern benutzen ge⸗ woͤhnlich die Freiheit, noch einmal zu heirathen; ganz arme haben nicht einmal die freie Wahl, ſondern man verkauft ſie zum Beſten der Aeltern des verſtorbenen Mannes. Sobald der Handel abgeſchloſſen iſt, kommt ein Tragſtuhl mit vertrauten Maͤnnern, welcher die Wittwe ihrem ganz unbekannten neuen Manne iihan⸗ bringt.


