Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Die Hausherren ſind ſehr eifrig in der Vereheli⸗ chung ihrer Sklaven und Sklavinnen. Die aus dieſer Verbindung folgenden Kinder gehoͤren ihnen eigen⸗ thuͤmlich, und Vater und Mutter derſelben gewinnt eine deſto groͤßere Anhaͤnglichkeit an die Herrſchaft. Selbſt die gebildetſten chineſiſchen Frauen kommen faſt niemals aus ihrem Zimmer. Dieſes iſt im entlegen⸗ ſten Theile des Hauſes; gewoͤhulich haben ſie keine andere Beruͤhrung, als mit Domeſtiken. In jedem Hauſe muͤſſen 2 Zimmer ſeyn, deren vorderes dem Manne deren hinteres der Frau gehoͤrt. Eine Mauer, oder ein feſtes Schloß ſoll beide trennen, und die Thuͤre muß ſorgfaͤltig bewacht werden. Der Mann wird weder in das Zimmer der Frau kommen, noch die Frau in jenes des Mannes, ohne erhebliche Ur⸗ ſache zu haben. So iſt alſo die Frau nicht einmal Herr uͤber ſich ſelbſt; ſie hat gar nichts zu verfuͤgen; ihre ganze Gewalt beſchraͤnkt ſich auf den Umfang ihrer Wohnung. Eine Frau kann durch keinen Grund geſchieden werden, wenn ſie ihre Aeltern erſt nach der Heirath verloren, oder die dreijaͤhrige Trauer fuͤr den Tod des Vaters oder der Mutter des Mannes ge⸗ tragen hat.