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Die Aeltern der Tochter beſtimmen den Tag der Feierlichkeit; ſie haben im Kalender zu unterſuchen, welcher Tag gluͤcklich zu waͤhien ſey. In der Zwi⸗ ſchenzeit machen ſich beide Familien wechſelſeitig Ge⸗ ſchenke. Der Braͤutigam ſchickt ſeiner Braut einige Pretioſen, z. B. Ringe, Ohrengehaͤnge ꝛc.
Die Brautleute ſchreiben wohl einander, aber ohne ſich zu ſehen; das wird noch durch dritte Perſonen beſorgt.
Am Tage der Feierlichkeit wird die Verlobte in einen Wagen, oder in einen geſchloſſenen Tragſeſſel geſetzt. Ihre Mitgabe wird durch verſchiedene Perſo⸗ nen beiderlei Geſchlechts, theils vor⸗, theils nachge⸗ tragen; andere gehen mit Fackeln beim hellen Tage nebenher. Eine Anzahl Muſiker mit Quer⸗Pfeifen, Hautbois, Trommeln geht vor dem Wagen, und de⸗ ren Familien folgen hinter demſelben. Der Schluͤſſel zum Wagen wird einem ſicheren Hausgenoſſen auver⸗ traut, welcher ihn nur dem Manne uͤbergeben darf. Dieſer erwartet in reicher Kleidung au ſeine r Thuͤre die Ankunft des Zuges. Man uͤbergibt ihm den Schluͤſ⸗ ſel; er oͤffnet haſtig den Wagen, und auf den erſten Blick kann er ſein Gluͤck ſchaͤtzen; er ſieht, ob man ihn gut oder ſchlecht bedient habe. Zuweilen ſpertt der unzufriedene Braͤutigam den Wagen eben ſo hallig wieder zu, als er ihn oͤffnete, ſchickt die Verlobte zu ihren Ae tern zuruͤck, und verzichtet auf die Summe, die er zahlte, um ſie zu erhalten.
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