Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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gen, Schloͤſſern und Landguͤtern. Selbſt Sultane ſcheinen nicht mehr Geſchmack au laͤndlichen Beluſti⸗ gungen zu ſinden. Veraͤndern ſie bisweilen auch ihren Aufenthaltsort in der warmen Jahreszeit, ſo kommen ſie doch nie aus dem Bezirke der Stadt im weiteren Sinne. Im Sommer verlaſſen ſie gewoͤhnlich mit dem Harem das große Serail und beziehen einen ihrer Palaͤſte in den Vorſtaͤdten, welche zwar in einer rei⸗ tzenden Gegend liegen, aber nichts weniger als koſt⸗ bar ſind.

VII. Der große Beiram in Konſtantinopel.

An das Ende des Ramazan reiht ſich der freu⸗ debringende Schewal, mit deſſen erſtem Tage das religioͤſe Feſt des großen Beiram beginnt. Dieſes Wort entſpricht dem arabiſchen Id(Brechung des Faſtens), und deßwegen heißt auch der Beiram Idrfitr.

Die Nacht vor dem Beirams⸗Tage iſt eine von den ſieben heiligen Naͤchten. Gewiſſenhafte Muhamedaner befleißen ſich in dieſen der groͤßten Enthaltſamkeit. Die Maͤnner erlauben ſich durchgaͤngig nicht, ihren Wei⸗ bern und Sklavinnen beizuwohnen. Der Aberglaube laͤßt von dieſen Zeugungen gebrechliche und ungeſtal⸗ tete Kinder fuͤrchten. Der Sultan allein iſt dieſer Enthaltſamkeit uͤberhoben; indeſſen nur fuͤr die Nacht vor dem Beiram.

Dieſe Nacht iſt auch die einzige im ganzen Jahre,