Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

waͤhrt hat, beginnt die Faſten, und hiernach richtet ſich die Beſtimmung der Tage zur Feier des Beira m, ohne daß man darauf Ruͤckſicht nimmt, ob die Zahl der Feſttage wirklich zo iſt, oder nicht. Es kann ſich naͤmlich allerdings ereignen daß das oͤffentliche Fa⸗ ſten nur 29 und ſelbſt nur 28 Tage dauert.

VI. Tuͤrkiſche Landhaͤufer um Konſtan⸗ tinopel.

Nur wenige Bewohner der Hauptſtadt beſitzen Wohnungen außerhalb der Staͤdte. Die Landhaͤufer um Stambul ſind nicht, wie bei andern Nationen, Schloöͤſſer und Luſtgebaͤude, welche einzeln tief im Lande, unter Garten⸗Anlagen liegen, ſondern ſie ma⸗ chen vielmehr nur einen Theil der vielen Vorſtaͤdte aus, welche die beiden Ufer des thraziſchen Bosporus ſchmuͤcken. Dieſe Landgebaͤude(Joli) ſind gemeinig⸗ lich nur von Holz, und ſehr bunt bemalt. Perſonen, welche zur Geiſtlichkeit oder zu den Ulemas gehoͤren, die Erminiſter und einfachen Partikuliers koͤnnen die⸗ ſelben am meiſten benuͤtzen. Die Staats⸗Beamten und alle Angeſtellten bringen gewoͤhnlich nur die Nacht da⸗ ſelbſt zu, weil in der Tuͤrkei alle Tage der Thaͤtigkeit und Arbeit geweiht ſind. Die beiden Beiram ausge⸗ nommen, iſt jeder verbunden, beſtaͤndig auf ſeinem Po⸗ ſten oder Departement zu bleiben. 5

In der Hauptſtadt, wie in den Provinzen haben die Muſelmaͤnner keine Idee von entfernten Beſitzun⸗